Förderung TV, Radio und Web in Südtirol
sabato 7 novembre 2015

Die Journalistengewerkschaft Trentino Südtirol spricht sich hinsichtlich der Förderkriterien für TV-, Radiosender und Internetportale, die demnächst von der Südtiroler Landesregierung behandelt werden, für ein entschlosseneres Vorgehen aus, um eine freie und pluralistische von regulär beschäftigten Berufsjournalisten produzierte Information zu garantieren.

Die Unterscheidung zwischen Ausgaben für den Kauf von Informationen von Dritten, für Personalkosten für Nicht-Journalisten und Personalkosten für Journalisten ist begrüßenswert. Der Unterschied zwischen den Koeffizienten (0,20, 0,25 e 0,30) ist jedoch zu gering, um die Beschäftigung von Journalisten zu fördern. Scheinselbständigkeit und Formen der koordinierten und kontinuierlichen Zusammenarbeit sind im journalistischen Bereich weit verbreitet. Sie verletzen jedoch die Rechte und den Anspruch auf Vor– und Fürsorge von Journalisten, die oft ausschließlich täglich in der gleichen Redaktion arbeiten.

Die Journalistengewerkschaft spricht sich deshalb dafür aus, dass der Unterschied zwischen den Koeffizienten vergrößert wird. Darüber hinaus sollte ein vierter, für den Arbeitgeber vorteilhafter Koeffizient eingeführt werden. Auf diesen sollte ein Arbeitgeber in dem Jahr Anrecht haben, in dem er Journalisten fest und unbefristet anstellt. Im kommenden Jahr könnte der Koeffizient wieder auf das Standardmaß sinken. Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass der Festbetrag für die Fernsehsender vier Mal so hoch ist wie jener für Online-Portale. Demgegenüber fällt die Förderung der Beschäftigung von Journalisten für diese Sender wirtschaftlich weniger ins Gewicht.

Die Journalistengewerkschaft fordert zudem, dass im Gesetz festgeschrieben wird, dass Journalisten nach den Kollektivverträgen behandelt werden müssen, die von FNSI und Verlegern unterzeichnet worden sind.

Die Journalistengewerkschaft Trentino Südtirol unterstreicht abschließend, dass eine reguläre Beschäftigung der Journalisten nicht ein von vielen als überholt erachteter Traum der fixen Arbeitsstelle ist, sondern unerlässlich für die professionelle Unabhängigkeit und deshalb für eine wirklich freie Information ist. Da es um die Zuwendung öffentlicher Gelder für private Unternehmen geht, erscheint es gerechtfertigt, dass diese Mittel auch darauf abzielen, die Beschäftigung im Journalismus-Sektor zu fördern, der seit Beginn der Krise sechsmal mehr Arbeitsplätze verloren hat, als der gesamten Arbeitsmarkt im nationalen Durchschnitt.

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